Es war schon ein Grund zum Feiern, denn zum ersten Mal konnten Zuschüsse aus dem Sozialfonds Windkraft der Stadt Boxberg für kulturelle und soziale Zwecke an Vereine, Kirchen und andere Institutionen in der Stadt ausgeschüttet werden. „Es ist ein besonderer und schöner Tag für die Stadt“, so Bürgermeister Christian Kremer zur Begrüßung beim Empfang anlässlich der Übergabe der Zuschuss- und Dankurkunden an die mit Mitteln aus dem Sozialfonds Windkraft bedachten Institutionen. Nahezu 55 000 Euro an Zuschüssen für insgesamt 31 beantragte Maßnahmen, Beschaffungen und Aktivitäten im sozialen und kulturellen Bereich konnte Bürgermeister Kremer an diesem Abend an Vertreter der einzelnen Institutionen übergeben.

Einen langen Weg mit vielen Hindernissen musste man gehen, sagte Bürgermeister Kremer im Rückblick auf die Entwicklung der Windenergie und des Sozialfonds Windenergie in Boxberg. Umso erfreulicher sei, dass das verfolgte Ziel erreicht werden konnte, den Nutzen aus der Windkraftenergie am Standort Boxberg nicht nur einigen Wenigen, sondern möglichst vielen Bürgern, den Vereinen und Institutionen in der Stadt und ihren Einrichtungen zukommen zu lassen.

Heute, so Bürgermeister Kremer, zeige sich, dass sich der lange und steinige Weg zur Windenergie im Stadtgebiet Boxberg gelohnt hat. Die Vorwürfe der Bürgerinitiative gegen die Windkraft in Boxberg, dass für die Region nichts bleibe und nur die großen Konzerne daran verdienen würden, könnten somit wiederlegt werden. Pachtzahlungen an die unmittelbaren und mittelbaren Grundstückseigentümer, die Gewerbesteuer an die Stadt, die Bürgerbeteiligung über die Bürgergenossenschaft und die Ausschüttungen aus dem Sozialfonds Windkraft zeigten, dass die Erträge aus der Windkraft auch bei den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt ankommen.

Dies alles sei nur möglich geworden, da Viele mitgeholfen hätten, dieses Ziel zu erreichen. Einen besonderen Dank sagte er dem Gemeinderat, der Stadtverwaltung und Ortvorstehern, die stets hinter dem Projekt Windkraft standen, der Zeag Energie AG als allzeit verlässlicher Partner, dem Ingenieur-Büro Klärle für die Erstellung der Flächennutzungspläne sowie den Grundstückseigentümern, ohne deren Zustimmung nichts machbar gewesen wäre.

Ein großes Lob für die überaus gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit sprach auch der Vorstandsvorsitzende der Zeag Energie AG Heilbronn Eckard Veil aus. Er dankte allen, die mitgeholfen haben das Ziel der Realisierung Windenergie an den drei Standorten im Boxberger Stadtgebiet zu realisieren. Gerne habe man das Ziel unterstützt, möglichst viele Erträge aus der Windenergie in der Stadt und der Region zu belassen. So sei das Pachtmodell in der Stadt Boxberg einmalig und beispielhaft. Die Windenergie im Boxberger Stadtgebiet leiste hierzu einen wichtigen Beitrag, denn letztlich wird hiermit das 3,5-fache des gesamten Strombedarfs über die derzeit neun Windkraftanlagen in der Stadt Boxberg erzeugt. Der Stadt Boxberg und seinen Bürgern dankte er für das gute Miteinander und wünschte für die Zukunft eine weiterhin wirtschaftlich erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Zeag Energie AG.

Für insgesamt 31 Projekte beziehungsweise Vorhaben mit einem Volumen von nahezu 112 000 Euro wurden Zuschüsse beantragt. Da die zur Verfügung stehenden Fondsmittel begrenzt sind, legte der Gemeinderat in seinen Förderrichtlinien fest, dass alle eingereichten Vorhaben mit 80 Prozent, höchstens jedoch 2500 Euro, gefördert werden. Erfreulich sei, so Bürgermeister Kremer, dass mit diesen Fördermitteln so viele Vorhaben in den Vereinen und Institutionen im Stadtgebiet gefördert und damit das kulturelle und soziale Miteinander unterstützt werden kann.

 

Das Bild zeigt die Vertreter der Vereine und Institutionen, sowie Bürgermeister Christian Kremer (am Rednerpult), den Vorstandsvorsitzenden Eckard Veil und Harald Endreß von der Zeag Energie AG Heilbronn (von rechts).

 

Text und Bild: Heinz Weber; Fränkische Nachrichten

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