Die wohl älteste Siedlung im Umpferraum ist wahrscheinlich schon vor der Zeitenwende, endgültig aber in frühfränkischer Zeit (6. Jh. n. Chr.) gegründet worden. Die erste urkundliche Erwähnung 1221 spricht von "Wolechingen". Zeitweise soll der Ort auch "Wölfingen" geheißen haben; die Sage berichtet, Wölfe hätten in einem strengen Winter schlittenfahrende Kinder zerrissen. Mitten im langgezogenen Dorf steht eine mächtige Kirche: der "Dom des badischen Frankenlandes", eine spätromanische Pfeilerbasilika, erbaut wohl im 13. Jahrhundert im Zusammenwirken der Johanniter und der Adligen Boxberg. Wölchingen teilte ab 1287 das geschichtliche Schicksal mit dem gegenüberliegenden Städtchen Boxberg. Es gehörte dem Johanniterorden, ab 1281 den Rittern von Rosenberg, ab 1561 endgültig zur Kurpfalz, ab 1802 zum Fürstentum Leiningen, ab 1806 zum Großherzogtum Baden. Jahrhunderte lang war das Dorf mit dem gleichen großen , politisch mächtigeren Boxberg vereint - bis zur hart erkämpften Gemeindetrennung 1836. Wölchingen zählte seit 151 zum Oberamt und späteren Amtsbezirk Boxberg, solange dieser bestand, zuletzt von 1898-1924. Seither gehört es zum Amtsbezirk bzw. Landkreis Tauberbischofsheim (heute Main-Tauber-Kreis). Seit 1972/73 bildet Wölchingen einen der 13 Teilorte der Stadt Boxberg. Mit Eröffnung der Bahnlinie Heidelberg-Würzburg 1866 erhielt Wölchingen seinen eigenen Bahnhof. Bis Ende des 19. Jh. war der Ort ein bedeutender Weinproduzent. Später gewann der Grünkern-Anbau großes Gewicht. Furchtbare Gefechte erlebte der Ort am 31.03.1945 (Karsamstag); allein 49 Gebäude wurden ein Raub der Flammen. In der Nachkriegszeit schlugen Industrie-Ansiedlungen fehl. Etwa ab 1970 verlor die örtliche Landwirtschaft zusehends an Bedeutung.

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